Sprachförderung

Finanzierung

Wie für andere Sprachfördermaßnahmen, stellt das Land Schleswig Holstein auch in diesem Jahr den Kindertagesstätten wieder finanzielle Mittel für die Durchführung der speziellen präventiven Sprachförderung zur Verfügung. Aufgrund ausbleibender Regelungen zur Finanzierung seitens des Landes und der Kommunen musste die Förderung in den Monaten Januar und Februar 2011 jedoch leider ausfallen.

Sprachstandsfeststellung

Seit Beginn des Jahres 2010 ist bei Kindern möglichst mit Eintritt in die Kindertagesstätte der sprachliche Entwicklungsstand zu prüfen und gegebenenfalls eine Förderung anzubieten. Die Fördermaßnahme  ist somit nicht für alle Kinder gedacht, sondern nur auf einige wenige mit zusätzlichem Förderbedarf ausgerichtet. Zur Feststellung des Sprachstandes kommen bei uns zwei Erhebungsverfahren zur Anwendung:

  1. eines für Kinder mit Migrationhintergrund, welches vorrangig das Sprachverhalten und das Interesse an Sprache darlegt [1],
  2. und ein Verfahren, wodurch der Sprachentwicklungsstand deutschsprachig aufwachsender Kinder festzustellen ist.[2]

Qualifikation und Durchführung

Durchgeführt wird die Sprachförderung vorrangig von Frau von Alkier, in Vertretung von Frau Staebe; beide besitzen durch ihre Teilnahme an Fortbildungen seit 2004 eine entsprechende Qualifikation.Soweit machbar findet die Sprachförderung an vier Wochentagen für jeweils 45 Minuten statt.
Zur Teilnahme ist uns das elterliche Einverständnis und deren Unterstützung wichtig.

Die Sprachförderung erfolgt in Gruppen von drei bis acht Kindern außerhalb des sonstigen Gruppengeschehens und findet in diesem Jahr mindestens wöchentlich statt.

Methodisch-didaktische Grundsätze

Unter Berücksichtigung der individuellen Förderbedürftigkeit finden während dieser speziellen präventiven Sprachförderung die Maßstäbe unserer „spielerischen beziehungsorientierten Förderung in Kleingruppen“  ihre Verwirklichung. Im gemeinsamen Spiel werden Sprechanlässe geschaffen, Geplantes, Gedachtes und Erlebtes wie auch die Belange des Alltags spielerisch in Sprache gebracht [3].

Ziel

Chancengleichheit hinsichtlich der Teilhabe an Kultur und Gesellschaft, Chancengleichheit bezüglich der Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit und damit Chancengleichheit in den Prozessen von Bildung und Persönlichkeitsbildung steht  als Ziel  im Vordergrund.

[1] SISMI , Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen
[2] SELDAK,  Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern
[3] Anmerkung: In den meisten deutschen Familien wird nur ca. 9 bis 11 Minuten täglich über Situationen, Themen oder gemeinsame Erlebnisse wirklich gesprochen; unser elterliches Sprachverhalten besteht überwiegend aus Anweisungen, Verhaltenskorrekturen, aus Belehrungen u. ä..