Bildungsbereiche

Bei der Entdeckung und Aneignung der Welt begegnen Kinder vielen Themen. Diese Themen werden im Folgenden in sechs Bildungsbereichen zusammengefasst, die jeweils eine Facette des ganzheitlichen kindlichen Bildungsprozesses betonen:

  • Musisch-ästhetische Bildung und Medien – oder: sich und die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen
  • Körper, Gesundheit und Bewegung – oder: mit sich und der Welt in Kontakt treten
  • Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation – oder: mit Anderen sprechen und denken
  • Mathematik, Naturwissenschaft und Technik – oder: die Welt und ihre Regeln erforschen
  • Kultur, Gesellschaft und Politik – oder: die Gemeinschaft mitgestalten
  • Ethik, Religion und Philosophie – oder: Fragen nach dem Sinn stellen

Die Bildungsbereiche, deren Bezeichnungen aus dem Kindertagesstättengesetz Schleswig-Holstein übernommen wurden, orientieren sich am gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertagesstätten, der von der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz 2004 verabschiedet wurde (vergleiche Kultusministerkonferenz 2004).

Kinder bilden sich immer gleichzeitig in mehreren Bildungsbereichen. Wenn ein Kind mit Fingerfarben ein Haus malt, beschäftigt es sich gleichzeitig mit den Themen (ästhetische) Wahrnehmung, Körper und Bewegung sowie vielleicht auch mit der Bedeutung von Symbolen. Kinder entwickeln ihre Fragen immer aus Alltagszusammenhängen heraus, die gleichzeitig verschiedene Lernherausforderungen beinhalten. Daher ist die Beschreibung von Bildungsbereichen künstlich. Die Bildungsbereiche stellen keine „Schulfächer“ dar! Sie dienen lediglich den pädagogischen Fachkräften zur Beobachtung und Reflexion.

Quelle: Bildung in Schleswig-Holstein